weiche contactlinsen
Im Jahr 1971 erschienen nach den herkömmlichen, harten Linsen die ersten nicht formstabilen Haftschalen. Sie passen sich der Hornhaut in ihrer Form an und sind in der Regel etwas größer als die harten Linsen. Ihr Durchmesser liegt normalerweise bei 12 bis 16 mm, wobei der Rand der auch bei geöffnetem Auge unter dem Lid liegt. Diese zusätzliche Fixierung bietet nicht nur ein verbessertes Tragegefühl, sondern auch die geringere Gefahr, aus dem Auge zu fallen. Besonders bei aktiven Sportarten verliert der Träger die Haftschale nicht so leicht. Als Negativpunkt muss jedoch erwähnt werden, dass Schädigungen des Auges eher auftreten als bei formstabilen Linsen: Sauerstoffmangel, Ablagerungen bzw. Bakterien auf dem Kunststoff können zu schwerwiegenden Problemen führen, weshalb die Reinigung des Sehbehelfs extrem wichtig ist.
In den letzten Jahren sind Kontaktlinsen deutlich besser verträglich geworden. Besonders die sog. „Wegwerflinsen“ sind gut zu tragen, wenn sie auch nicht ganz an die Qualität der normalen Haftschalen heranreichen. Beim Sport bzw. Gelegenheiten, bei denen man viel Bewegung unternimmt, bietet sich eine günstige Tages-, Wochen- oder Monats-Linse an, deren Verlust nicht so teuer ist. Diese sog. Silikon-Hydrogel-Linsen können sogar während des Schlafs getragen werden und müssen (je nach Variante) nach spätestens 30 Tagen ausgetauscht werden.